Warum Post-Editing eine eigene Beschreibung braucht
Eine erzeugte Übersetzung zu lesen und zu korrigieren ist eine eigenständige Produktionstätigkeit. Dabei ist zu entscheiden, ob der Zieltext die beabsichtigte Bedeutung bewahrt, ob Auslassungen oder unbegründete Ergänzungen vorliegen und ob das Ergebnis dem Auftrag entspricht. Ausgangstext und Projektanforderungen bleiben wichtig, auch wenn der erste Zieltext sofort vorliegt.
Dies sind praktische Überlegungen, keine Rekonstruktion der detaillierten Normanforderungen. Für eine vollständige Umsetzung ist der anwendbare Volltext erforderlich.
Beispiel für ein Problem im Arbeitsablauf
Ein Hilfeartikel lautet: „Setzen Sie das Gerät während der Aktualisierung nicht zurück.“ Eine automatische Übersetzung entfernt versehentlich das Verbot. Wer beim Post-Editing nur den Zieltext liest, könnte einen flüssigen Satz vorfinden und die Bedeutungsumkehr übersehen.
Eine sinnvolle redaktionelle Übung besteht darin, Ausgangs- und Zielanweisung zu vergleichen, die veränderte Handlung zu benennen und die Korrektur festzuhalten. Anschließend sollte das Team fragen, ob ähnliche Konstruktionen an anderer Stelle vorkommen. Ein korrigierter Satz ist ein nützlicher Beleg, weist aber nicht nach, dass das gesamte Projekt geprüft wurde.
Was der Entwurf an unserer Darstellung ändert
Der neue Entwurfstitel ist für Diskussionen über KI und andere automatisierte Ergebnisse relevant. Er bedeutet nicht, dass eine endgültige Nachfolgeausgabe veröffentlicht wurde. Wir behandeln den Entwurf gesondert und schreiben ihm weder die Anforderungen noch die Verbindlichkeit einer fertigen Norm zu.
Zusammenhang mit LISA und KI
Die Kontinuität liegt im Interesse an definierten Abläufen und nachvollziehbarer Qualitätsverantwortung. Daraus folgt nicht, dass ISO 18587 unmittelbar von LISA QA abstammt. Für KI-gestützte Arbeit empfehlen wir festzuhalten, wer was prüft, welche Ressourcen bereitgestellt werden und wie über die Abnahme entschieden wird.
Eine automatisch überarbeitete Übersetzung ist allein aufgrund dieser Überarbeitung kein Nachweis vollständigen menschlichen Post-Editings. Auch eine Qualitätskennzahl kann nicht belegen, dass der vorgesehene menschliche Prozess stattgefunden hat.
Weiterführende Texte und Quellen
ISO 11669 erläutert den Planungskontext, MQM explizite Fehlerkriterien. Vergleichen Sie den gesonderten Geltungsbereich von ISO 17100.
Quelle ISO 18587:2017 und ISO/DIS 18587. Grundlage sind öffentliche Angaben zu Geltungsbereich und Status, keine Prüfung der kostenpflichtigen Norm Bestimmung für Bestimmung.